Am 20. Februar 2025 fand unser Teambildungstag in Aschersleben beim elf e.V. statt. Der Morgen begann mit eher verhaltener Begeisterung – zum einen aufgrund des tristen Wetters, zum anderen, weil wir der Meinung waren, bereits ein eingespieltes Team zu sein und unsere Mitschüler gut zu kennen. Doch im Laufe des Tages stellten wir fest, dass dies nicht ganz der Realität entsprach.
Zu Beginn stand eine Vorstellungsrunde auf dem Programm, die auf kreative Weise durchgeführt wurde. Jeder durfte so viel Toilettenpapier von einer Rolle abreißen, wie er wollte, ohne zunächst den Hintergrund der Aufgabe zu kennen. Anschließend wurde erklärt, dass für jedes Blatt ein persönlicher Fakt preisgegeben werden musste. So erfuhren wir beispielsweise, dass Sophie in einer WG lebt und Stella einen Jagdschein besitzt sowie Dackel züchtet.
Die nächste Herausforderung erforderte Teamwork und strategisches Denken: Mithilfe von zehn Kisten sollten 19 Schüler von einem Punkt zum anderen gelangen, ohne den Boden zu berühren. Diese Aufgabe stärkte unseren Zusammenhalt und forderte effektive Kommunikation innerhalb der Gruppe. Nach erfolgreicher Bewältigung folgte eine 30-minütige Pause.
Im Anschluss wurde die Teamarbeit auf eine neue Probe gestellt. Einige Schüler durften nicht mehr hören, andere nicht mehr sprechen oder sehen. Trotzdem mussten sich alle gemeinsam nach Schuhgröße sortieren, während sie auf Kisten standen. Besonders herausfordernd war dies für diejenigen, die nichts hören konnten, da sie die Anweisungen nicht wahrnahmen. Doch durch Gestik und nonverbale Kommunikation gelang es uns, die Aufgabe erfolgreich zu lösen.
Danach begaben wir uns nach draußen, wo eine weitere Aktivität auf uns wartete. Jeder bekam einen Flaschendeckel auf den Handrücken und musste verhindern, dass dieser herunterfiel. Gleichzeitig versuchten die Teilnehmer, die Deckel der anderen herunterzuschlagen. Einige Schüler verbündeten sich, doch am Ende konnte nur einer gewinnen. Der Sieger wurde durch eine Partie „Schere, Stein, Papier“ ermittelt.
Zurück im Innenbereich bestand die nächste Aufgabe darin, mit einem Seil verschiedene Formen zu legen – allerdings mit geschlossenen Augen. Trotz der erschwerten Bedingungen meisterten wir diese Herausforderung mit Bravour. Anschließend kehrten wir wieder auf den Hof zurück, wo wir uns auf 18 Kisten, die eine Eisscholle symbolisierten, verteilen mussten. In jeder Runde wurde eine Kiste entfernt, wodurch der Platz zunehmend knapper wurde und wir enger zusammenrücken mussten.
Eine weitere Übung stellte unsere Geschicklichkeit und Teamkoordination auf die Probe: Ein mit Wasser gefülltes Glas musste auf einer Decke transportiert werden, wobei nur die Ränder der Decke berührt werden durften. Diese Herausforderung erforderte präzise Absprachen und ein gutes Miteinander.
Besonders spannend wurde es, als vier ausgewählte Schüler eine freistehende Leiter erklimmen sollten. Die einzige Absicherung bestand darin, dass ihre Mitschüler die Leiter stabilisierten. Während einige die Herausforderung mühelos meisterten, fiel es anderen schwer, sich auf die Gruppe zu verlassen.
Zum Abschluss des Tages wurde die Klasse in vier Teams aufgeteilt: Eine Gruppe war für das Feuer zuständig, eine andere für das Spalten von Holz, die dritte kümmerte sich um die Essensvorbereitung und die vierte um die Tischdekoration. Gemeinsam bereiteten wir eine Mahlzeit aus Pellkartoffeln zu und ließen den Tag gemütlich ausklingen.
In der abschließenden Reflexion stellten wir fest, dass wir uns doch nicht so gut kannten, wie zunächst angenommen. Der Teambildungstag half uns, unsere Stärken und Schwächen besser zu erkennen, Vertrauen aufzubauen und unsere Zusammenarbeit zu verbessern. Alles in allem war es eine wertvolle Erfahrung, die uns als Gruppe enger zusammengeschweißt hat.
Niklas Keil BG24GA