Mit Erasmus+ nach Krakau – Lernen, Erleben, Austauschen

Vom 26. bis 30. April 2026 unternahm die Klasse FKL24 (Fachkraft für Lagerlogistik, 2. Ausbildungsjahr) der BbS I WEMA Aschersleben eine Bildungsfahrt nach Krakau. Die Mobilität wurde im Rahmen des Erasmus+ Programms ermöglicht, wofür wir sehr dankbar sind.

Ziel der Reise war es, sich mit europäischer Geschichte, Erinnerungskultur sowie Fragen von Arbeit, Verantwortung und Menschenwürde auseinanderzusetzen. Ein besonderer Schwerpunkt lag auf dem Austausch mit der Partnerschule in Tychy (https://www.zs6.oswiata.tychy.pl/).

Am Montag stand der Besuch des Salzbergwerks Wieliczka auf dem Programm. Während einer Führung durch die unterirdischen Gänge und beeindruckenden Salzkapellen erhielten die Auszubildenden Einblicke in die Arbeitsrealitäten vergangener Jahrhunderte. Besonders die harten und gefährlichen Arbeitsbedingungen der Bergleute regten zur Reflexion über Arbeitsschutz, soziale Verantwortung und den Wert menschlicher Arbeit an.

Der Dienstag war geprägt vom deutsch-polnischen Austausch mit der Partnerschule aus Tychy. Die Wiedersehensfreude war groß, und in gemischten Gruppen erkundeten die Schüler Krakau im Rahmen einer interaktiven Stadtrallye. Ein besonderer Schwerpunkt lag auf der Auseinandersetzung mit der Geschichte der Stadt. Beim Besuch des Schindler-Museums wurde Geschichte greifbar und emotional erfahrbar. Auch der Ghetto-Helden-Platz und das jüdische Viertel Kazimierz verdeutlichten die Bedeutung von Erinnerungskultur und den Umgang mit Ausgrenzung und Diskriminierung. Der Tag förderte das historische Verständnis und die Reflexion über Verantwortung und demokratische Werte.

Am Mittwoch führte die Fahrt in die Region Oberschlesien. Im historischen Stollen „Schwarze Forelle“ bei Tarnowitz erhielten die Schüler eindrucksvolle Einblicke in den Bergbau vergangener Zeiten. Besonders die harten Arbeitsbedingungen – auch für Kinder und Jugendliche – machten deutlich, wie sehr sich Arbeitswelten verändert haben.

Ein weiterer Programmpunkt war der Besuch des Arbeiterviertels Nikiszowiec in Kattowitz. Dort setzten sich die Schüler anhand konkreter Biografien mit dem Leben junger Bergleute auseinander. Diese Perspektive ermöglichte einen persönlichen Zugang zur Geschichte und zeigte, wie stark politische und wirtschaftliche Systeme individuelle Lebenswege prägen können.

Die Rückreise am Donnerstag verlief aufgrund eines Feuerwehreinsatzes und daraus resultierender Verzögerungen im Zugverkehr nicht ganz planmäßig. Dennoch bot sie Gelegenheit, die gemeinsamen Erlebnisse Revue passieren zu lassen.

Die Fahrt nach Krakau war für die Klasse FKL24 eine intensive und vielseitige Erfahrung. Neben fachlichen Einblicken in historische Arbeitswelten und gesellschaftliche Entwicklungen stand vor allem der interkulturelle Austausch im Mittelpunkt. Die Begegnungen mit den Logistikern aus Tychy sowie ihren wunderbaren Lehrerinnen haben einen bleibenden Eindruck hinterlassen.

Die Teilnahme an diesem Erasmus+-Projekt hat gezeigt, wie wertvoll solche internationalen Begegnungen für die persönliche und berufliche Entwicklung sind.

FKL24

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