„Zukunft Lehramt – wir werden gebraucht!“

Viel Interesse, große Aufmerksamkeit für Projekttag

 Der Konferenzraum des Staßfurter Schulhauses war gut gefüllt: Mehr als vierzig Schüler des Beruflichen Gymnasiums und der Fachoberschule Wirtschaft hatten sich für den vorletzten Schultag des Jahres 2025 angemeldet, um sich über Möglichkeiten eines Lehramtsstudiums zu informieren. Nicht wenige von ihnen brachten bereits Erfahrungen mit, die sie auf dem Weg zu einer solchen Studienwahlentscheidung sammeln konnten: Schon im dritten Jahr bieten die Berufsbildenden Schulen WEMA Plätze für Schülerpraktika an verschiedenen Schulformen an, die den Teilnehmern Gelegenheit bieten, die eigenen Berufsabsichten unter realen Bedingungen zu prüfen, zu bestätigen oder zu korrigieren.

Frau Mühlbach, die Praktikumsleiterin des Beruflichen Gymnasiums, konnte zunächst darauf verweisen, dass seit 2023 63 Schüler auf einen solchen Praktikumsplatz vermittelt werden konnten – davon 44 auf Plätze an Sekundar- oder Gemeinschaftsschulen, an denen der Lehrkräftebedarf besonders groß ist. Rückmeldungen, die Frau Mühlbach von den Schülern einholte, belegen, dass diese Praktika als sehr sinnvoll wahrgenommen werden und bei einem großen Teil der Teilnehmer die Motivation stärken, später selbst als Lehrkraft arbeiten zu wollen.

Auch als Schüler selbst von ihren Praktikumserfahrungen berichteten, war eine große Akzeptanz dieser Praktikumsangebote herauszuhören. Gerade diese Beiträge wurden von den Teilnehmern des Projekttages mit viel Aufmerksamkeit aufgenommen, was auch für die folgenden Impulsvorträge zweiter Vertreter des Zentrums für Lehrerbildung an der Magdeburger Universität galt: Die Geschäftsführerin des Zentrums, Frau Kempka, und Felix Rübsam, ein Student für das Lehramt an berufsbildenden Schulen, vermittelten eine anschauliche Innensicht auf die Zeit eines Lehramtsstudiums.

Im letzten Teil des Projekttages wurde die eigene Aktivität der Teilnehmer herausgefordert: In vier Workshopangeboten war kollektives Nachdenken gefragt, gleichzeitig standen die Vertreter der Universität und die Betreuer des Projekttages für individuelle Beratung zur Verfügung. Auch die Ergebnisse dieser Arbeitsphase machten Lust auf mehr: Mit großer Sachlichkeit wurden Erwartungen an eine Lehrkraft von heute und morgen auf den Punkt gebracht, Überlegungen für den Einstieg in ein Lehramtsstudium angestellt und Ideen entwickelt, wie noch wirkungsvoller unter jungen Erwachsenen für eine berufliche Perspektive als Lehrkraft geworben werden kann.

Der Beifall am Ende sprach dafür, solche Projekttage künftig regelmäßig in den Schuljahreskalender aufzunehmen.

Roland Meister

für die Bildungsinitiative „Zukunftsmacher. Mehr Lehrkräfte für den Salzlandkreis“

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